Donnerstag, 3. September 2026

Ein Leben in Songs

Abbildung: C. H. Beck

Freddie Mercury / Mary Austin "Ein Leben in Songs", Verlag C. H. Beck,
320 Seiten, 38,- EUR, ISBN 978-3-406-85331-9        Freddie Mercury war einer der größten Showmen des 20. Jahrhunderts. Mit seiner unvergleichlichen Stimme und seiner mitreißenden Bühnenpräsenz war er eine wahre Killer Queen. Hinter dem Glamour verbarg sich jedoch ein Musiker und Liedtexter von unbeschreiblichem Talent. Er war die kreative Kraft hinter einer der bedeutendsten und musikalisch vielfältigsten Bands, die die Welt je gesehen hat.

Bis zu seinem Tod war Mary Austin zwei Jahrzehnte lang Freddies engste Vertraute. Ihr vermachte er nicht nur sein Haus, sondern auch ein künstlerisches Archiv, das fast zwei Jahrzehnte umspannt. Von seinen frühesten Werken vor der Gründung von Queen bis zum Ende seiner Solokarriere enthalten seine Notizbücher und Skizzen bisher unveröffentlichtes Material, darunter alternative Texte und verworfene Strophen für "Bohemian Rhapsody" und verschiedene Entwürfe von "Don’t Stop Me Now" sowie ganze Songs, die nie aufgenommen wurden. In diesem Band werden sie begleitet von Mary Austins Erinnerungen, von Geschichten und Anekdoten über den Künstler und Menschen Freddie Mercury und von Fotos aus dessen persönlicher Sammlung, von denen viele noch nie veröffentlicht wurden. "Ein Leben in Songs" ist das definitive künstlerische Vermächtnis eines der größten Songwriter aller Zeiten.

Beim Blättern im Buch entdeckt
man auch die grafische Seite des Musikers.
(Foto: Lydia Tress)

Köllefornia informiert:    Über das Buch: Allen Fans dieses legendären Künstlers sei dieses Buch unbedingt zu empfehlen. Durch die faksimilierten Auszeichnungen, seltenen Fotografien sowie Texte seiner steten Begleiterin wird man Freddie heute wohl besser verstehen können. Das Buch geht mit absoluter Sicherheit über alle bis heute veröffentlichten Werke der gelben Presse weit hinaus. Ein herrlicher Fundus eines kreativen Zeitgenossen, der eigentlich mit seiner Musik immer noch unter uns lebt. Über den Musiker: Freddie Mercury wurde am 5. September 1946 als Farrokh Bulsara in Sansibar, Sultanat Sansibar geboren, er starb am 24. November 1991 in Kensington, London. Er war ein britischer Musiker und ein bedeutender Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre. Er wurde als Mitbegründer, Songwriter und Leadsänger der Band Queen bekannt. Mercury schrieb Welthits die heute noch täglich von allen Radiostationen weltweit ausgestrahlt werden.

Köllefornia's Internettipp:
https://www.chbeck.de/

Der Clan

Abbildung: Piper

Pascal Engman "Der Clan" - Die Straße", Piper Verlag,
576 Seiten, 18,- EUR, ISBN 978-3-492-06794-2    In einem Vorort Stockholms regiert die Angst. Hier gibt es kein Gesetz, nur den Clan. Die Familie Mansour kontrolliert Straßen, Geschäfte und Bewohner. Doch zwei junge Menschen suchen in diesem Alltag voller Misstrauen ihren Weg zwischen Loyalität und Moral: Josef, Sohn einer alleinerziehenden Pflegerin, und Antonia, wohlhabend, behütet, scheinbar sicher. Auch Polizist Hjalmar beobachtet, wie seine Heimatstadt unaufhaltsam in die Gewalt des Clans gerät. Aber wie kämpft man gegen eine Macht, die jeden Widerstand im Keim erstickt?
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Ein Buch über den Zustand in Europas Städten, überzeugend in einen Roman verpackt. Über den Autoren: Pascal Engman, geboren 1986, zählt zu den renommiertesten Thrillerautoren Schwedens. Bevor er sich dem Schreiben widmete, arbeitete er als Journalist bei „Expressen“, Schwedens größter Abendzeitung. Engman ist für seinen journalistisch geschärften Blick auf Themen bekannt, die die öffentliche Debatte prägen. Seine Bücher sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt und weltweit über 3 Millionen Mal verkauft worden. „Der Clan – Die Straße“ ist der Auftakt einer Trilogie über die gegenwärtig viel diskutierte Bandenkriminalität.

Köllefornia's Internettipp:
https://www.piper.de/

Kunstbuch: Tipp des Monats

Köllefornia-Herausgeber Horst Tress mit dem
brandaktuellen Buch von Claus Goedicke.
(Foto: Lydia Tress)

Claus Goedicke "Plastik - Fotografien 1989 - 2003", Schirmer/Mosel Verlag,
160 Seiten, 58,- EUR, ISBN 978-3-8296-1049-0    Claus Goedicke, geb. 1966 in Köln, Meisterschüler von Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie, wandte sich schon früh der Sachfotografie zu, die er mit sensiblen Farbbildern kultiviert. Das „Ding der Dinge“, das ihn besonders interessiert und dem sein neues Buch gewidmet ist, sind Gefäße, Flaschen und Becher aus farbigem Kunststoff, die in der Industrie und im Alltag, in Küche, Bad und Waschküche, Verwendung finden.

Claus Goedicke beschäftigte sich fotografisch mit Plastikgefäßen, die er als Stillleben in fast monochromen Bildern inszenierte. Die Ästhetik der Bilder orientiert sich an der Produktfotografie. Die Objekte werden im Studio sorgfältig ausgeleuchtet und vor farbigem Hintergrund freigestellt. Die Aufnahmen zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit Oberfläche, Farbe, Licht und Raum und reflektieren in höchster Konzentration die Gestaltungsmittel und Möglichkeiten der Fotografie. Kunststoff ist ein Zeugnis unserer Zeit, dass sich als allgegenwärtiges Material seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgesetzt hat.

Köllefornia informiert:    Über das Buch: Die banalen Behälter wirken durch seine Sichtweise richtig schön und sogar wertvoll. Man könnte aber trotzdem auf den Gedanken kommen, dass es profane Alltagsbehälter ohne Etiketten sind, die unsere Umwelt auch belasten. Plastikbehälter belasten die Umwelt stark, weil sie aus Erdöl hergestellt werden, schlecht verrotten und nach kurzer Nutzung oft im Müll landen. Experten kommunizieren das eine Plastikflasche bis zu 450 Jahre für die Zersetzung benötigt. Tiere fressen Plastikteile oder verfangen sich darin. Großer Kunststoff zerfällt in winzige Teile. Diese landen in Böden und im Wasser.

Moderne Anlagen nutzen Laser und Licht, um Kunststoffarten zu trennen. Laut dem Umweltbundesamt wird ein Großteil des Plastikmülls thermisch verwertet, statt als neue Ware genutzt. Bunte oder gemischte Materialien lassen sich schwerer wiederverwenden.

Vielleicht möchte uns der Künstler nicht nur die bunte Welt des Plastiks vor Augen halten und dachte auch an die Auswirkungen ihres Gebrauches? Wie es auch ist, dieses Buch spiegelt auf grandiose Weise die Realität wider und sollte auch so als ein Zeitdokument angesehen werden. (Text: HT)

Über den Künstler: Claus Goedicke studierte ab 1989 an der Kunstakademie Düsseldorf. 1995 war er Meisterschüler bei Bernd Becher und damit einer der letzten Schüler der Düsseldorfer „Becher-Klasse“, die Becher bis 1996 unterrichtete. Danach studierte Goedicke postgraduel von 1999 bis 2001 an der Kunsthochschule für Medien Köln. Nach seinem Abschluss 2001 erhielt er den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler. Goedicke lebt und arbeitet in Berlin.

Köllefornia's Internettipp:
https://schirmer-mosel.com/deutsch/index.htm