Montag, 9. Februar 2026

Neue spannende Romane bei Droemer Knaur

Abbildung: Knaur

Ursula Poznanski "Das Signal", Knaur Verlag,
400 Seiten, 24,- EUR, ISBN 978-3-426-56812-5    Viola ist gefangen. Nach einem Unfall ist sie ans Haus gefesselt und auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. Doch dessen Fürsorge schlägt in Kontrolle um. Oder bildet sie sich das nur ein? Mit Hilfe modernster Technik beginnt Viola, ihren Mann zu überwachen – und stößt auf Ungereimtheiten, die sie in höchste Gefahr bringen.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Mit diesem Thriller holen sich die Leser das Grauen in ihre vier Wände. Absoluter Gänsehautfaktor durch ruhiges, detailreiches und doch subtiles Erzählen. Über die Autorin: Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie in Wien. Die ehemalige Medizinjournalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern und Thrillern für Erwachsene ist sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden, ihre begeisterte Leserschaft hat ihr zu einer deutschen Gesamtauflage von bereits fünf Millionen Exemplaren verholfen.

Abbildung: Knaur

Douglas Preston / Lincoln Child "Old Bones - Der Fluch der Wüste", Knaur Verlag,
400 Seiten, 16,99 EUR, ISBN 978-3-426-65978-6    In New Mexikos Badlands, einer bizarr geformten Wüstenregion, wird das Skelett einer Frau gefunden. Offenbar ist sie nackt in die Wüste gelaufen und qualvoll verdurstet. Ihre Hände halten noch immer zwei seltene Artefakte fest: blitzende Steine, die von den alten Chaco-Völkern zur Götterbeschwörung verwendet wurden. Hat die Frau Selbstmord begangen – oder war sie eine Opfergabe? FBI-Agentin Corrie Swanson bittet die Archäologin Nora Kelly um Unterstützung bei dem Fall. Als eine weitere gemarterte Leiche entdeckt wird, deutet alles auf den Beginn einer makabren Serie hin. Die Ermittlungen führen Corrie und Nora in entlegene Canyons und zu Ruinen, von denen es heißt, sie seien verflucht. Dabei stoßen sie auf längst vergessene Rituale – und auf eine uralte, dunkle und bösartige Macht. Einmal aus ihrem Schlaf erweckt, verheißt sie nichts als Zerstörung.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Auch dieser Band schließt an seine Vorgängerromane mühelos an. Ein Lesespaß für alle Fans dieses Schreiberduos. Über die Autoren: Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Naturwissenschaften und später Englische Literatur. Nach dem Examen startete er seine Karriere beim American Museum of Natural History in New York. Eines Nachts, als Preston seinen Freund Lincoln Child auf eine mitternächtliche Führung durchs Museum einlud, entstand dort die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller,
Lincoln Child wurde 1957 in Westport, Connecticut, geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur arbeitete er zunächst als Verlagslektor und später für einige Zeit als Programmierer und Systemanalytiker.

Abbildung: Droemer

M. W. Craven "Die Witwe", Droemer Verlag,
512 Seiten, 16,99 EUR, ISBN 978-3-426-28460-5    DS Washington Poe ist irritiert, als er wegen eines Mordes zu einem Hinterhof-Bordell in Carlisle gerufen wird: Normalerweise jagt er Serienmörder – hier scheint ein Streit mit einem Zuhälter eskaliert zu sein. Seltsam ist, dass eine kleine Keramikfigur in Gestalt einer Ratte fehlt und jemand aus dem Ermittlerteam der Dieb sein muss. Denn auf einem Foto der Spurensicherung ist die Figur eindeutig zu erkennen. Poes Teamkollegin, die geniale Analytikerin Tilly Bradshaw erinnert sich an einen ungeklärten und etliche Jahre zurückliegenden Banküberfall, bei dem nichts entwendet wurde, stattdessen aber eine Ratten-Keramikfigur vor dem Tresor zurückgelassen wurde. Warum? Und wer steckt hier dahinter? Als Poe und Tilly Bradshaw tiefer in die Ermittlungen eintauchen, wird der Fall immer verzwickter und plötzlich ist auch der MI5 mit von der Partie.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Man wird von der Seite 1 an förmlich in den Sog der Geschichte hineingezogen und kommt kaum noch davon los. Sehr flüssig geschrieben, mit Wendungen und tollen Einfällen. Über den Autoren: Der mehrfach preisgekrönte Sunday Times-Bestseller-Autor M. W. Craven wurde in Carlisle geboren, wuchs aber in Newcastle auf. Er trat als Jugendlicher in die britische Armee ein. Nach zehn Jahren beim Militär begann er Sozialpädagogik zu studieren. Bevor er sich schließlich höchst erfolgreich und in Vollzeit dem Schreiben von Krimis und Thrillern widmete, arbeitete er beinahe zwei Jahrzehnte lang als Bewährungshelfer. M. W. Cravens hochgelobte Serie um DS Washington Poe und die Fallanalytikerin Tilly Bradshaw wurde mit renommierten Krimipreisen ausgezeichnet.

Abbildung: Knaur

Daniel Holbe / Ben Tomasson "Todestal", Knaur Verlag,
416 Seiten, 12,99 EUR, ISBN 978-3-426-52930-0    Ein kleines Dorf im Taunus gerät in den Fokus von Ermittlungen: Ein Journalist wurde in einem Steinbruch tot aufgefunden. Eine Kneipenprügelei mit Folgen? Oder hat er womöglich zu viele unbequeme Fragen gestellt? Auch im Fall um einen toten Anwalt aus Wiesbaden – gestorben bei der Mensur einer Studentenverbindung: ein Unfall oder steckt doch mehr dahinter? – tun sich Verbindungen ins Dorf auf. Bei ihren Nachforschungen stoßen Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach auf ein wahres Wespennest aus alten Seilschaften, illegalen Geschäften und Geschichten, über die kollektives Stillschweigen herrscht. Mittendrin: die drei mächtigsten Familien des Dorfes – die Schwerdtfegers, die ihr Vermögen mit Sondermüllentsorgung gemacht haben; die Hegers, denen eine nahe Arzneimittelfabrik gehört; und die Witts, die ein Naturschutzprojekt vorantreiben wollen. Doch wer ist für die Todesfälle verantwortlich? Und was hat es mit dem Waldstück nahe des Dorfes auf sich, um das sich scheinbar alles dreht? Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach müssen einmal mehr ihre Kräfte bündeln, um das Netz aus Lügen, niederen Absichten und falschen Spuren zu entwirren und die Täter zu stellen.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Wie bereits alle bisher erschienen Romane aus dieser Serie überzeugt auch dieses Buch durch eine überzeugende sowie unterhaltsame Schreibe. Über die Autoren: Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie im oberhessischen Vogelsbergkreis. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinierten den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan – und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein Projekt von Andreas Franz zu übernehmen? Daraus entstand die "Todesmelodie", die zum Bestseller wurde.
Ben Tomasson, Jahrgang 1969, ist Germanist und Pädagoge und promovierter Diplom-Psychologe. Ehe er sich ganz dem Schreiben gewidmet hat, war er einige Jahre in der Bildungsforschung tätig. Tomassons Leidenschaften sind die Geschichten, die das Leben schreibt, die vielschichtigen Innenwelten der Menschen, Motorradfahren und Reisen zu jenen Orten, an denen Sonne und Meer sich treffen. Tomasson ist verheiratet und lebt in Kiel.

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https://www.droemer-knaur.de/

Freitag, 6. Februar 2026

Ai Weiwei. Updated Edition

Abbildung: Taschen

"Ai Weiwei. Updated Edition", Taschen Verlag,
Hardcover, 25 x 33.4 cm, 4.29 kg, 736 Seiten, 100,- EUR, ISBN 978-3-7544-0427-0     Ai Weiwei ist für mehr als seine Kunst berühmt. Seine Aktionen für freie Meinungsäußerung und gegen autoritäre Willkür wirken weit über die Kunstwelt hinaus. Seine Arbeit ist von sozialem und politischem Engagement geprägt: Wenn er 1001 chinesische Bürger aller Klassen und Provinzen zur Documenta 12 bringt, wenn er 100 Millionen handgefertigte Sonnenblumenkerne aus Porzellan in der Turbinenhalle der Tate Modern ausstreut, wenn er mit einem Fries aus Schulranzen an die Kinder erinnert, die Opfer des Erdbebens in Sichuan wurden, oder weltweit Flüchtlingslager für seinen Film Human Flow besucht, um dem individuellen Schicksal im kollektiven Strom näher zu kommen. Wegen seiner unermüdlichen Kritik wurde Ai 2011 von der chinesischen Polizei 81 Tage lang festgehalten und sein Pass beschlagnahmt, den er trotz internationaler Proteste erst 2015 zurückbekam. Seit Ai sich wieder außerhalb Chinas bewegen kann, erst nach Berlin, dann nach Portugal, ist er zum wahrhaft globalen Künstler geworden, dessen Werk stets von seinem Aktivismus geprägt ist und umgekehrt.

Die umfassende Aktualisierung der Ai-Weiwei-Monografie vom Taschen Verlag legt den Fokus auf die jüngste Dekade von Kunst und Aktivismus eines der engagiertesten Künstler unserer Zeit. Nun-mehr 40 Jahre Kunstschaffen reichen vom New Yorker Exil in den 80er-Jahren über Skulpturen aus der Zeit seiner Rückkehr nach China, die auf traditionellen Handwerkstechniken beruhen, bis zu den jüngsten, in Europa konzipierten Werken: Mosaiken aus Spielzeugsteinen, Filme und Installationen für die Menschenrechte. Das vorliegende Buch ist dabei selbst ein historisches Dokument: Zunächst als die erste ausführliche Monografie zum Künstler konzipiert, als er noch in China festgehalten wurde, ist nun dasselbe Team wieder zusammengekommen, um die Geschichte fortzuschreiben. Zahlreiche Abbildungen aus dem Archiv des Künstlers zeigen den Atelieralltag, die Produktion der Werke, die politischen Aktionen. Sie werden von Ais exklusiv für diese Ausgabe gemachten Statements begleitet und von drei Essays über Werk und Leben: Der freie Kurator Roger M. Buergel und Kunsthistoriker Alfred Weidinger, die beide mit dem Künstler an großen Ausstellungen gearbeitet haben, beschreiben die Entwicklung des Werks und seiner Themen, während ein langjähriger Freund, der Sammler und Unternehmer Uli Sigg, ein persönliches Porträt des Künstlers aus zwei zeitlichen Perspektiven beiträgt.

Foto: Lydia Tress

Köllefornia informiert:    Über das Buch: Ja, das ist ja einmal wieder ein eindrucksvolles Kunstbuch, mit dem uns der Taschen Verlag nicht zum ersten Mal überrascht. Viele überzeugende Titel hat das weltweit beachtete Verlagshaus bereits unter das kunstliebende Volk gebracht. Nun legt Taschen ein enorm schweres, großformatiges Werk vor, ediert von Hans Werner Holzwarth. Mit Texten von Roger M. Buergel, Uli Sigg sowie Alfred Weidinger. Letzterer bekannt durch seine Direktorenschaft im Leipziger Museum für bildende Kunst und seine hervorragende Arbeit als Kurator.

Man erinnert sich noch an die Schlagzeilen 2011, als Ai Weiwei nach seiner chinesischen Isolation in Berlin eintraf. Gefeiert und kritisiert wurde er hier ebenfalls, allerdings befand er sich nun in einem freien demokratischen Land. Ein vielseitiger Künstler, der seit weit über 40 Jahren Kunst schafft – und was für welche. Hier produzierte der Taschen Verlag ein prallvolles Werk, das alle Facetten dieses Ausnahmekünstlers ernsthaft beleuchtet. Seine politischen Aktivitäten werden ebenso dem Interessierten nahegebracht wie seine unbekannten Seiten. Ein Œuvre mit Bildern, Filmen, Skulpturen, Installationen, Aktionen etc. gibt dem Betrachter Einblicke in ein dichtes, tabuloses sowie eindrucksvolles Künstlerleben. Kunst und Politik können seit Beginn seines Schaffens nicht voneinander getrennt werden. Ein ewig Suchender nach der Wahrheit und sich selbst wird hier hervorragend in Szene gesetzt. (ht)


Über den Künstler: Ai Weiwei, geboren 1957 in Peking, ist bekannt für seine klaren künstlerischen Aussagen zu drängenden geopolitischen Fragen unserer Zeit. Von Skulpturen und Installationen über Architektur bis hin zu Dokumentationen und Social Media nutzt er eine Vielzahl von Medien, um die Gesellschaft und ihre Werte auf immer neue künstlerische Weise zu hinterfragen. Er ist Träger des von Amnesty International vergebenen Ambassador of Conscience Awards 2015 und des Václav-Havel-Preises für kreativen Dissens der Human Rights Foundation 2012. Ais abendfüllender Dokumentarfilm Human Flow feierte Premiere im Wettbewerb der 74. Filmfestspiele in Venedig. Derzeit lebt und arbeitet er in Cambridge, Berlin und Montemor-o-Novo, Portugal.

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Böser, böser Wolf, ab 14. Februar im Handel

Abbildung: Tropen

Alexandra Benedict "Böser, böser Wolf", Tropen Verlag,
368 Seiten, 17,- EUR, ISBN 978-3-608-50284-8    Die gefeierte Kriminalautorin Katie erwacht in einem abgeschlossenen Dachzimmer – entführt von einem maskierten Mann, der sich »der Wolf« nennt. Seine Forderung: Sie soll moderne Märchen schreiben, in denen Aschenputtel und Rotkäppchen sterben. Was Katie verfasst, setzt der Wolf in die Tat um. Weigert sie sich, wird sie selbst das Opfer seines tödlichen Spiels. Während Katie verzweifelt versucht, Hinweise für die Polizei in ihre Geschichten einzubauen, beginnt Detective Inspector Lyla Rondell mit den Ermittlungen. Auf diesen Fall hat sie seit fünfundzwanzig Jahren gewartet. Damals verschwand ihre beste Freundin spurlos, zurück blieb nur ein angebissener vergifteter Apfel. Die neuen Morde tragen dieselbe Handschrift: Eine junge Frau wird mit einem goldenen Schuh ermordet, ein Geschwisterpaar mit Lebkuchenkrümeln im Wald gefunden. Doch das ist nicht alles: Schon bald erkennt Lyla, dass sie selbst Teil eines viel größeren Plans ist.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Ein Roman, der schon einiges vom Leser abverlangt. Solche Ideen, wie sie die Autorin hatte, sind vom Prinzip her super, aber die Umsetzung in einer spannenden Schreibe könnte bei so manchem Thrillerfan nicht so gut ankommen. Am Ende werden wohl geteilte Meinungen zu diesem Buch stehen. Aber als literarischer Kriminalroman sollte man ihn zu schätzen wissen, auch wenn beim Lesen eine gewisse Gehirnakrobatik abverlangt wird. Die einen werden die Geschichte feiern und die anderen werden sie ablehnen. Also selbst lesen, um ein eigenes Urteil zu bilden. Über die Autorin: Alexandra Benedict studierte Englisch und Kreatives Schreiben in Cambridge und Sussex. Sie schreibt Drehbücher, Kurzgeschichten und Kriminalromane. Ihr Weihnachtskrimi Mord im Christmas Express (Tropen Verlag 2023) wurde ein Bestseller in Großbritannien und war auch hier ein großer Erfolg.

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Yayoi Kusama wird in Basel, Köln und Amsterdam ausgestellt

Foto: Lydia Tress

"Yayoi Kusama", Verlag Hatje Cantz,
Herausgegeben von: Leontine Coelewij, Stephan Diederich, Mouna Mekouar. 268 Seiten, 48,- EUR, ISBN 978-3-7757-6032-4    Yayoi Kusama ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst und hat durch ihre Auseinandersetzung mit sich wiederholenden Mustern und Strukturen Kultstatus erlangt. Berühmt sind ihre charakteristischen Polka Dots und Spiegelräume, die die Betrachter in scheinbar unendliche Welten eintauchen lassen. Dieses Katalogbuch, das Kusamas Retrospektive in Riehen/Basel, Köln und Amsterdam begleitet, zeigt das breite Spektrum an Medien, mit denen sich die Künstlerin im Laufe der Jahre beschäftigt hat: Malerei, Skulptur, Installation, Zeichnung, Collage, Happening, Live-Performance, Mode und Literatur. Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Studio organisiert und bietet einen umfassenden Überblick über Kusamas mehr als sieben Jahrzehnte andauerndes Schaffen. Neben einigen ihrer ikonischen Werke zeigen Ausstellung und Katalog auch frühe Arbeiten, die noch nie in Europa zu sehen waren, sowie neue Produktionen.

Foto: Lydia Tress

Der gestanzte, bedruckte und auf der Innenseite mit Spiegelfolie versehene amerikanische Schutzumschlag ist auffaltbar und als Poster verwendbar. Eventuell auftretende Wellen und Bläschen auf der Folie sind der Effekt der aktiven Beschaffenheit des Materials, das auf seine Umwelt reagiert.

Köllefornia informiert:    Über das Buch: Wenn man das Katalogbuch von Yayoi Kusama zur Hand nimmt, hat man bereits den Eindruck, ein Kunstwerk zu berühren. Der aufwendig gestaltete Umschlag überzeugt sofort. Alles in allem wurde das Kunstbuch von drei Direktoren auf den Weg gebracht. Denn diese werden in ihren Häusern das Schaffen der 1929 geborenen Künstlerin den Besuchern näherbringen. Sam Keller (Fondation Beyeler), Yilmaz Dziewior (Museum Ludwig) und Rein Wolfs (Stedelijk Museum) sind die Verantwortlichen. Yayoi Kusama setzte sich Zeit ihres Schaffens über alle Kunstgrenzen hinweg und machte ihr Ding. Ob Gemälde, Skulpturen, Happenings oder Performance – die Japanerin war neben internationalen Kolleginnen und Kollegen stets Wegbereiterin des Minimalismus sowie der Pop Art. (ht) Über die Künstlerin: Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto) ist eine der bekanntesten japanischen Künstlerinnen und für ihre raumgreifenden Installationen, Polka Dots und Infinity Mirror Rooms bekannt. Seit über sieben Jahrzehnten arbeitet sie in den Bereichen Malerei, Skulptur, Performance und Literatur. Kusamas Kunst widmet sich Themen wie Wiederholung, Besessenheit und dem Unendlichen. Als Pionierin der zeitgenössischen Kunst hat sie weltweite Anerkennung erlangt und beeinflusst weiterhin Generationen von Künstlern. Kusama lebt und arbeitet in Tokio.

Ausstellungen:

Fondation Beyeler, Riehen/Basel 12.10.2025 - 25.01.2026
Museum Ludwig, Köln 14.03. - 02.08.2026
Stedelijk Museum, Amsterdam 11.09.2026 - 17.01.2027

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Der Surrealismus

Foto: Lydia Tress

Andreas Puff-Trojan "Der Surrealismus - Kunst, Literatur, Leben.", Verlag C. H. Beck,
128 Seiten, 12,- EUR, ISBN 978-3-406-82276-6    Der Surrealismus zählt zu den wichtigsten und innovativsten Kunstrichtungen der Moderne. Obwohl heute vor allem mit bildenden Künstlern wie René Magritte, Salvador Dalí oder Max Ernst assoziiert, wirkte der Surrealismus genauso auch in der Literatur richtungsweisend. Im Zentrum steht eine radikale Sprache, die das Unbewusste und die freie Assoziation ins Spiel bringt, sich gegen herkömmliche Logik und Bourgeoisie auflehnt, die freie Liebe sowie die Magie des Alltags propagiert und die Phantasie beflügelt. Andreas Puff-Trojan bildet im vorliegenden Band souverän das ganze Spektrum ab – von Wort und Bild bis hin zu Film oder Fotografie.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Wohl eine der Kunstrichtungen der Moderne, die eine Umkehrung des Begriffs Kunst für Folggenerationen revolutionierte. Der Surrealismus, sei es in der bildenden Kunst, aber auch in der Literatur, im Film und in der Fotografie, half Kreativen, neue Wege zu beschreiten. Aus Dada erwuchsen Fluxus, Pop Art bis hin zur Performance viele unterschiedliche Ausdrucksformen. Dieses kleine Büchlein beschreibt die Geschichte einer Kunstrichtung in leicht verständlicher Form. Es sollte daher in keiner kunsthistorischen Handbibliothek fehlen. (ht) Über den Autoren: Andreas Puff-Trojan wurde in Wien geboren, wo er ein Studium der Germanistik, Philosophie und Logistik absolvierte. Darauf folgten Universitätslektorate in Budapest und Paris. Er war Lehrbeauftragter und Dozent u. a. an der Universität Osnabrück und ist nun Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er jetzt lebt. Im Studienjahr 2010/11 war er Gastprofessor an der Kunstuniversität Linz / Abteilung Staging Knowledge. Er ist für das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel tätig, arbeitet als Kulturjournalist für die Tageszeitungen Münchner Merkur, Der Standard, Die Presse, Die Welt, Die Zeit und macht im Bayerischen Rundfunk wie für den SWR und ORF Rezensionen, Sendungen und ganze Reihen. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze in deutscher und französischer Sprache zu Literatur, Kunst und Philosophie.

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Stürmische Klippe

Abbildung: Lübbe

Sabine Weiß "Stürmische Klippe", Lübbe Verlag,
384 Seiten, 12,99 EUR, ISBN 978-3-404-19642-5    Sylt im Herbst. In Rantum wird ein Anschlag auf eine ehemalige Ministerin verübt, die zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft zu ihrer Geburtstagsfeier geladen hat. Die Ministerin überlebt. Doch die Angelegenheit ist brisant, und die politischen Beratungen am Rande der Feier dürfen nicht gestört werden. Hilke Hasselbrecht, Chefin der Mordkommission, ist mit dem Opfer befreundet und ohnehin vor Ort. Die Nachforschungen kann sie allerdings unmöglich allein bewerkstelligen. So bittet sie Kriminaloberkommissarin Liv Lammers, sie zu unterstützen. Während ein heftiger Sturm aufzieht, mischen sich die Ermittlerinnen unter Politiker, Security und Personal. Bald ist klar, dass nur jemand aus dem inneren Kreis den Anschlag verübt haben kann. Wird er oder sie erneut versuchen, die Ministerin zu töten?
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Der Autorin bereits 10. Fall kommt genauso authentisch herüber wie seine Vorgängerromane. Es bleibt spannend und unterhaltsam, auch durch einfließende politische Aktualitäten. Über die Autorin: Sabine Weiß, Jahrgang 1968, arbeitete nach ihrem Germanistik- und Geschichtsstudium als Journalistin. Seit 2007 veröffentlicht sie erfolgreich Historische Romane, seit 2016 zusätzlich Krimis um Kommissarin Liv Lammers und ihr Team. Mit deren Fall "Düsteres Watt" gelang ihr 2022 der lang verdiente Sprung auf die Bestsellerliste. Wenn Sabine Weiß nicht auf Recherchereise für ihre Bücher ist, lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn bei Hamburg.

Köllefornia's Internettipp:
https://bastei-luebbe.de/

Donnerstag, 5. Februar 2026

Frieden im Kopf

Köllefornia Herausgeber Horst Tress mit
dem Buch "Frieden im Kopf".
(Foto: Lydia Tress)

Rolf Glasmeier "Frieden im Kopf", Snoeck Verlag,
Katalog Kunstmuseum Gelsenkirchen, Hrsg. von Julia Höner, Texte (deutsch/englisch) von Michael Glasmeier, Julia Höner, Barbara Martin, Vanessa Joan Müller, 176 Seiten, 39,80 EUR, mit 150 farbigen und 80 s/w Abbildungen, Format 30,5 x 22 cm, Hardcover.     Rolf Glasmeier (1945–2003) war Künstler, Grafiker und Ausstellungsmacher, der seit den 1960er Jahren die Kunstszene des Ruhrgebiets prägte. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung Ulm, entwickelte er einen international beachteten Stil zwischen geometrischer Abstraktion, seriellen Strukturen und Teilhabe: Seine interaktiven Plastiken laden zum Berühren und Verändern ein. In den 1970er Jahren wandte er sich neuen Materialien und Themen wie Massenkonsum und Recycling zu. Sein gesamtes Werk ist geprägt von humanistischem Denken und der Überzeugung, dass Kunst ein Raum sein kann, in dem Gesellschaft sich selbst befragt und verändert. Anlässlich seiner Retrospektive im Kunstmuseum Gelsenkirchen wird das multimediale Schaffen von Rolf Glasmeier – von Skulptur, Fotografie und Grafik bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum – in dieser reich bebilderten Publikation mit vielen historischen Fotos in seiner gesamten Entwicklung gewürdigt und in vertiefenden Essays umfassend beleuchtet.

Abbildung: Snoeck

Köllefornia informiert:    Über das Buch: Ein Kunstbuch, das den perfekten Einblick in die Kunstszene der 1970er Jahre ermöglicht. Rolf Glasmeier war einer von zahlreichen deutschen Künstlern, die neue Kunstwege einschlugen. Sie machten aufmerksam auf alltägliche Situationen und Dinge, die bis dato in der Kunst kaum Beachtung fanden. Es war die Avantgarde, die Fluxuskünstler, Popartisten und Pioniere der Videokunst, die frischen Wind in alle Kunsttempel geblasen haben. Eine Zeit, in der sich die ganze Gesellschaft in einem Umbruch befand und die jungen Menschen sich dem Mief der Nachkriegszeit abwandten. Neben Rolf Glasmeier gehörten Ferdinand Kriwet, Wolf Vostell, Joseph Beuys, Günther Uecker und Timm Ulrichs dazu. Ein wunderbares Katalogbuch, um diese Zeiten erneut Revue passieren zu lassen. (ht) Übrigens läuft noch bis zum 8. März 2026 die Ausstellung "Frieden im Kopf" im Kunstmuseum Gelsenkirchen.

Köllefornia's Internettipp:
https://snoeck.de/