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| Abbildung: btb |
Kester Schlenz und Jan Jepsen "Lieblingsleichen", btb Verlag, 320 Seiten, 17,- EUR, ISBN 978-3-442-77514-9 Im Hamburger Miniatur Wunderland geht ein Mörder um. Zwar sind die Leichen, die er dort deponiert, keine drei Zentimeter lang und aus Kunststoff. Aber sie kündigen grausame reale Morde an, die in Hamburg an identischen Tatorten Obdachlose treffen. Die echten Opfer sind stets versehen mit der Notiz: "Lieblingsleiche". Die zynische Inszenierung geht sofort viral, sorgt für spektakuläre Bilder. Kommissar Knudsen sieht den Ernst der Lage. Die gesellschaftliche Problematik kennt er: Hamburg ist bundesweit die Stadt mit den meisten Obdachlosen. Und womöglich, so befürchtet Knudsen, treffen die unmenschlichen Killer sogar bei manchen auf klammheimliche Zustimmung. Auch La Lotse, Knudsens Freund, wirkt wieder auf ungewöhnliche Weise an den Ermittlungen mit. Bis es im Sachsenwald vor den Toren Hamburgs schließlich zu einem dramatischen Showdown kommt.
Köllefornia informiert: Über das Buch: Ja cool, wie die Autoren das Miniatur Wunderland in ihrer Geschichte mit einbeziehen. Leser, die diese Installation kennen, werden sich sofort in diesen Roman hereindenken können. Herrlich erzählt und mit humoristischen Phasen kommt dieser Kriminalroman sehr unterhaltsam daher. Mittlerweile gelten diese beiden Schreiber als eine beliebte Institution unter den Krimilesern. Über das Autorenteam: Kester Schlenz war bis vor Kurzem noch Redakteur und Ressortleiter beim Magazin Stern. Jetzt ist er Rentner, lehnt diese Bezeichnung aber für sich ab, weil sie ihm zu sehr nach "alter Knacker" klingt. Schlenz ist Autor zahlreicher Sachbücher, darunter die Bestseller "Mensch, Papa! Vater werden – das letzte Abenteuer" und "Alter Sack, was nun?". Außerdem schreibt er mit seinem Kumpel Jan Jepsen erfolgreiche Krimis.
Jan Jepsen, geboren 1962, wurde in der Nacht der großen Hamburger Sturmflut gezeugt. Er wuchs – größtenteils in Gummistiefeln – in der ehemaligen Lotsensiedlung Övelgönne auf: "Unten am Hafen, wo die großen Schiffe schlafen." Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben, Reisen und die Fotografie. Sein erster Roman "Wie die Wilden" handelt von einer Kindheit an der Elbe und wurde von der Kritik als Hamburger Antwort auf Tom Sawyer und Huckleberry Finn bezeichnet. Auf einer gemeinsamen Reportage in Norwegen lernte er Kester Schlenz kennen. Aus Kennenlernen wurde Freundschaft, aus Freundschaft in Co-Autorenschaft ihr erster gemeinsamer Krimi "Der Bojenmann", es folgte "Der Schattenmann". Das Motto der beiden: Vier Gehirnhälften schreiben (und morden) besser als zwei.
Köllefornia's Internettipp:
https://www.penguin.de/verlage/btb











