Sonntag, 15. September 2019

Bananensprayer GERMAN URBAN POP ART

Thomas Baumgärtel mit seinem Markenzeichen (Foto: Lydia Tress)

Bananensprayer GERMAN URBAN POP ART - Die Ausstellung läuft vom 15. 09. bis 03. 11. 2019 in Halle 64, Leskan Park, Köln-Dellbrück und ist nur nach Anmeldung zu besuchen unter: office@bananensprayer.de


Besprühte Schilder (Foto: Lydia Tress)

Diese wohl größte Streetart-Ausstellung in der Bundesrepublik findet auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern statt. Thomas Baumgärtel (Bananensprayer) hat für diese spezielle Schau Werke in den Farben Schwarz, Rot, Gelb ausgewählt. Zu sehen sind brandneue Arbeiten zum Klimaschutz sowie ältere Bilder und Objekte.

Greta und Thomas (Foto: Lydia Tress)

Wer Thomas Baumgärtel kennt, weiß das er mit seiner kritischen Art und Weise als politischer Kunstbotschafter agiert. Teils ironisch, mal heftig und immer konsequent in der Aussage. Ohne erhobenen Zeigefinger schöpft er die Freiheit der Kunst wortwörtlich aus. (H.T.)

Samstag, 14. September 2019

Masken

Abbildung: Scheidegger und Spiess

"Maske - In der Kunst der Gegenwart", Scheidegger und Spiess, 312 Seiten, 181 farbige und 18 sw Abbildungen, herausgegeben von Madeleine Schuppli, 1. Auflage, 2019, Text Deutsch und Englisch, gebunden, 48,- EUR, ISBN 978-3-85881-645-0, in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Kunsthaus, Aarau erschienen.

Bei Masken denken wir an Fasnacht, an afrikanische Stammesriten oder Totenmasken, an Theater und Mode, aber auch an Rollenspiele, Verhüllung und Schutz. Masken zählen zu den ältesten und zugleich umstrittensten Gegenständen der menschlichen Kulturgeschichte. Dieses Buch spürt der Maske im gegenwärtigen Kunstschaffen nach. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler interessieren sich nicht nur für die Maske als Objekt, sondern insbesondere für ihre gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bedeutungen.

Der Band, der anlässlich einer Ausstellung im Aargauer Kunsthaus Aarau im Herbst 2019 erscheint, zeigt mit reichhaltigem Bildmaterial und Kurztexten zu den ausgestellten Werken den jeweiligen Zugang der Kunstschaffenden zum breiten Themenfeld der Maske. Zwei einführende Essays beleuchten die Aktualität der Maske sowie deren Vorgeschichte in der Kunst.

Mit Beiträgen von Yasmin Afschar, Daniel Berndt, Hendrik Bündtge, Emily Butler, Wendy Chang, Michelle Cotton, Peter Fischer, Claire Hoffmann, Olivier Kaeser, Melitta Kliege, Susanna Koeberle, Elsy Lahner, Leo Lencsés, Bettina Mühlebach, Lena Nievers, Lucia Rey, Hermant Sareen, Jörg Scheller, Madeleine Schuppli, Angela Strecken und Thomas D. Trummer.

Köllefornia informiert:    
Dieses wunderbare Buch beherbergt die unterschiedlichsten Formen von Masken. Von den typischen Ethnomasken bis hin zu den Exemplaren bildender Künstler sind hier alle Variationen vertreten. Sie bilden einen sehr guten Querschnitt durch die breite Bandbreite dieses Themas. Ob freundlich gestaltete oder gruselige Masken, hinter jedem Exemplar verbirgt sich eine besondere Geschichte. Das Aargauer Kunsthaus in Aarau (Schweiz) zeigt noch bis zum 5. Januar 2020 die Gruppenausstellung MASKE.

Zum Zeitalter der künstlichen Intelligenz: Julian Gough "Connect"

Abbildung: C. Bertelsmann

Julian Gough "Connect", C. Bertelsmann Verlag, 624 Seiten, 22,- EUR, ISBN 978-3-570-10297-8    Nevada, in naher Zukunft: Colt ist der clevere Sohn einer Wissenschaftlerin und eines Geheimdienstlers. Als er heimlich die bahnbrechende Forschung seiner Mutter Naomi bei einer Biotech-Konferenz einreicht, wird die Studie vom Geheimdienst sofort unter Verschluss genommen. Mutter und Sohn sind gezwungen zu flüchten. Jetzt muss Colt alles daran setzen, mit seinen Programmierkenntnissen Daten zu manipulieren, um ihr Leben zu retten. Und er ist gezwungen, die virtuelle Realität zu verlassen, denn er muss sich seinem größten Schrecken stellen: der Liebe. 
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Ein kraftvoll geschriebener Thriller der in der Welt unseres hoch technisierten Lebens spielt. Mitreißend erzählt der Autor eine Geschichte, von der man bald nicht mehr weiß, ob es sich so ereignen könnte. Vielleicht ein Hinweis um neue Technologien nicht ohne genauer Betrachtung einfach hinzunehmen. "Connect" entwirft ein Szenario, wie künstliche Intelligenz in unserem Zeitalter aussehen könnte. Ein rasant geschriebener Roman der einmal etwas anderen Art. Ein Grund sich dieses Buch zu Gemüte zu führen. Zum Autoren: Julian Gough, geboren 1966 in Irland, aufgewachsen in der Nähe von London, war Sänger der Rockgruppe "Toasted Heretic", schrieb Romane, Gedichte, Kinderbücher (Rotzhase und Schnarchnase) und die Geschichte, die das Computerspiel Minecraft abschließt (Minecraft End Game Poem). 2007 gewann er den National Short Story Award der BBC. Sein von der Presse gefeierter Roman "Connect" erscheint in zahlreichen Ländern. Julian Gough lebt in Berlin.

Verhängnisvolles Calès

Abbildung: Dumont

Cay Rademacher "Verhängnisvolles Calès", Dumont Verlag, 464 Seiten, 16,- EUR, ISBN 978-3-8321-8366-0    Winter in der Provence, die Tage sind klar und eiskalt. Capitaine Roger Blanc wird in die Grotten von Calès gerufen: ein düsteres, verstecktes Tal in den Alpilles mit Dutzenden Höhlen, in denen vor Jahrhunderten Menschen lebten. Eine Archäologin ist dort auf ein Skelett gestoßen. Doch es ist keine uralte Leiche – denn im Stirnknochen gähnt das Einschussloch einer Pistolenkugel. Bevor Blanc mit den Ermittlungen richtig beginnen kann, wird er zu einem dramatischen Notfall gerufen. In der Burg La Barben ist während einer Hochzeitsfeier die neunjährige Noëlle verschwunden. Noch in der Nacht wird ein Verdächtiger verhaftet, gegen den scheinbar alle Indizien sprechen. Doch der Mann leugnet – und das Mädchen bleibt unauffindbar. Während sich seine Kollegen und Frankreichs Medien auf den Verhafteten konzentrieren, findet Blanc heraus, dass Noëlles Schicksal untrennbar mit dem namenlosen Skelett von Calès verbunden ist. So fahndet er nach einem Täter, der offenbar seit Jahrzehnten immer wieder Verbrechen begeht. Dafür gräbt Blanc sich tief in die finstere Vergangenheit einer Familie ein – und entdeckt, dass auf der Burg an jenem Abend viele Menschen ein Motiv gehabt haben könnten, die kleine Noëlle für immer verschwinden zu lassen.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Als Frankreich Kenner bringt er nicht nur eine flüssig erzählte Geschichte auf Papier, sondern vermittelt seiner Leserschaft viel über Südfrankreich. Und wieder ein Buch wo er die herrlichen Landschaften nicht vergisst mit einzubeziehen. Tolle Figuren, die er beschreibt und eine bis zum Schluss aufregende Geschichte, an denen selbst ausgekochte KrimileserInnen etwas zu knabbern haben. Mehr zum Autoren: Cay Rademacher, geboren 1965, ist freier Journalist und Autor. Beim Dumont Verlag erschienen seine Kriminalromane aus dem Hamburg der Nachkriegszeit. Zuletzt erschien der Kriminalroman "Ein letzter Sommer in Méjean" (2019). Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de-Provence in Frankreich.

Mittwoch, 11. September 2019

Betrifft: Römisch-Germanisches Museum Köln

Foto links zeigt eine Theatermaske die beim Kölner U-Bahn-Bau vor einigen Jahren entdeckt wurde.
 Auf dem rechten Foto: Direktor Prof. Dr. Marcus Trier vom Römisch-Germanischen Museum. 
(Fotos: Lydia Tress)

Wegen einer umfangreichen Generalsanierung wird das Kölner Römisch-Germanisches Museum im November für sechs Jahre umziehen. Neuer Standort wird das Belgische Haus, Cäcilienstraße 46, Nähe Neumarkt, sein. Auf ein Viertel der jetzigen Ausstellungsfläche wird der Ausstellungsbetrieb weitergehen. Ausgewählte Schätze aus Kölner Grabungen werden in einem besonderen Ambiente den Besuchern präsentiert werden. Das Belgische Haus wurde total neu saniert, von der Elektrik bis zu allen Installationen ist es von Grund auf auf dem neuesten Stand gebracht worden.

Zum noch nicht genau definierten Eröffnungstermin wird sie Köllefornia zum gegebenen Zeitpunkt frühzeitig in Kenntnis setzen.

Dienstag, 10. September 2019

Drei Krimitipps

Abbildungen: Droemer Knaur

Thorsten Kirves „Der Aussteiger“, Droemer Verlag, 448 Seiten, 9,99 EUR, ISBN 978-3-426-30688-8    Der Hamburger Kommissar Tom Simon – gerade unfreiwillig im Netz zum boxenden Superbullen des Monats gekürt – steht neuerdings auf der Beobachtungsliste eines Zielfahnders. Der Grund: Sein Zwillingsbruder Marco – gesucht wegen Mordverdachts. Dann wird Tom zusammen mit seiner Kollegin Mira zu einem Tatort gerufen. Der Unternehmens- und Politikberater Lars Lutteroth wurde tot aufgefunden; eine gelöschte Datei auf dem Rechner des Opfers führt sie auf die Spur eines millionenschweren Pharma-Skandals und auf den Biohof von Lutteroths entfremdeten Bruder. Doch das ist nicht Toms einzige Sorge, denn eines Tages taucht plötzlich sein von der Polizei gesuchter Bruder bei ihm auf.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: In dieser Geschichte boxt der Kommissar. Unweigerlich denkt man sofort an den legendären Götz George als Tatort-Darsteller. Ganz schöner Roman, etwas für Tüftler von Kriminalfällen. Mehr zum Autoren: Thorsten Kirves, 1963 geboren, ist Filmemacher. Seine Leidenschaft für Cop- und Gangster-Stories und düstere Thriller lebte er in eigenen Kurzfilmen aus, die auf Festivals und im Fernsehen liefen und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Für die Universal Studios inszenierte er in einer internationalen Co-Produktion zwei Filme für die Thriller-Reihe „Urban Myth Chillers". Er lebt mit seiner Familie in Hamburg. Dies ist sein erster Kriminalroman.

Agnes Lovise Matres „Das Schweigen des Fjords“, Knaur Verlag, 416 Seiten, 9,99 EUR, ISBN 978-3-426-52264-6   
Die zwölfjährige Ina ist verzweifelt. Sie kann ihren sechs Jahre alten Bruder Anders nicht finden. Am Abend vorher hat ihr Vater eine wilde Party gefeiert. Wie immer hat er zu viel getrunken, wie immer musste Ina unter seiner Gewalt leiden. Das alles behält Ina aber stets für sich, denn sie versucht nach außen, den Schein einer intakten Familie zu wahren. Auch ihr Nachbar, der Polizist Bengt Alvsaker, ist sich der prekären familiären Verhältnisse, in denen das Mädchen und ihr Bruder leben, nicht bewusst. Erst einen Tag nach Anders' Verschwinden traut sich Ina, Bengt um Hilfe zu bitten. Bengt Alvsaker setzt alles daran, den Jungen zu finden, zumal er offenbar der Letzte ist, der den Jungen lebend gesehen hat. Doch er und seine Kollegin, die junge Polizistin Susanne Hauso, tappen lange Zeit im Dunkeln, denn so mancher Bewohner des kleinen Dörfchens in Norwegen hat sich verdächtig gemacht. Derweil bleibt Anders spurlos verschwunden. Aber dann taucht eines Morgens die Schlafanzughose des Jungen am Strand auf, fein säuberlich gefaltet.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Ein typischer skandinavischer Kriminalroman der sich wunderbar lesen lässt. Zur Autorin: Agnes Lovise Matre wuchs in einem kleinen Dorf in Hardanger in Norwegen auf und lebt heute in Haugesund, einer Stadt an der norwegischen Westküste. Sie ist Lehrerin und Autorin. Ihre Romane handeln von den Abgründen, die im augenscheinlich so friedlichen Norwegen lauern. „Das Schweigen des Fjords“ ist der erste Roman von ihr, der auf Deutsch erscheint.

Torkil Damhaug „Der Kreis aller Sünden“, Knaur Verlag, 592 Seiten, 14,99 EUR, ISBN: 978-3-426-52411-4    1978 kommt im norwegischen Hammerdal ein Fabrikarbeiter auf tragische Weise zu Tode – 38 Jahre später wird der Ort erneut zum Schauplatz des Grauens: Ausgerechnet im Keller jener längst stillgelegten Fabrik schließen vier Jugendliche über Nacht einen Klassenkameraden ein, der ihnen auf die Nerven geht. Die frostigen Temperaturen sorgen dafür, dass der ohnehin labile Morten Nitter beinahe ums Leben kommt. Wie es der Zufall will, wurde Mortens Vater, ein verurteilter Ritualmörder, eben auf Bewährung entlassen. Kurz darauf sind zwei der Jugendlichen tot, von einem Mädchen fehlt jede Spur. Ein klarer Fall – oder?
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Dieser bereits in Norwegen preisgekrönte Roman wurde endlich ins Deutsche übersetzt. Wäre sehr schade gewesen auf diesen Autoren in unserer Republik verzichten zu müssen. Ein absoluter Zugewinn. Zum Autoren: Torkil Damhaug, geboren 1958 in Lillehammer, Norwegen, arbeitete als Psychiater, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Er ist ein Garant für vielschichtige Thriller und psychologisch ausgefeilten Nervenkitzel.

Neues von Stephen King: Das Institut

Abbildung: Heyne

Stephen King "Das Institut", Heyne Verlag, 768 Seiten, 26,- EUR, ISBN 978-3-453-27237-8    In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Der größere Teil der Geschichte spielt sich in einem streng geheimen Institut ab. Das von komischen Charakteren geleitete Haus, wird zum Schauplatz einer typischen King-Geschichte. Seltsame Vorgänge ummanteln eine grandios erzählte Geschichte. Es geht um Kinder, die so eine Umwandlung erfahren das ihr eigenes Ich abgetötet wird. Grausam, fesselnd und literarisch gekonnt erzählt. Ein absolutes Lesemuss für die Fangemeinde des großen Schriftstellers. Mehr über den Autoren: Stephen King wurde am 21. September 1947 in Portland, Maine, geboren. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren des späten 20. Jahrhunderts. Insgesamt hat der vielfach ausgezeichnete Bestsellerautor über 40 Romane, über 100 Kurzgeschichten, Novellen, Drehbücher, Gedichte, Essays, Kolumnen und Sachbücher veröffentlicht. Ende 2003 erhält Stephen King den "National Book Award" für sein Lebenswerk. Weltweit hat er 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Mit seiner Frau Tabitha lebt er in Bangor, Maine. Stephen King hat eine Tochter und zwei Söhne.