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| Köllefornia Herausgeber Horst Tress mit dem Buch "Frieden im Kopf". (Foto: Lydia Tress) |
Rolf Glasmeier "Frieden im Kopf", Snoeck Verlag, Katalog Kunstmuseum Gelsenkirchen, Hrsg. von Julia Höner, Texte (deutsch/englisch) von Michael Glasmeier, Julia Höner, Barbara Martin, Vanessa Joan Müller, 176 Seiten, 39,80 EUR, mit 150 farbigen und 80 s/w Abbildungen, Format 30,5 x 22 cm, Hardcover. Rolf Glasmeier (1945–2003) war Künstler, Grafiker und Ausstellungsmacher, der seit den 1960er Jahren die Kunstszene des Ruhrgebiets prägte. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung Ulm, entwickelte er einen international beachteten Stil zwischen geometrischer Abstraktion, seriellen Strukturen und Teilhabe: Seine interaktiven Plastiken laden zum Berühren und Verändern ein. In den 1970er Jahren wandte er sich neuen Materialien und Themen wie Massenkonsum und Recycling zu. Sein gesamtes Werk ist geprägt von humanistischem Denken und der Überzeugung, dass Kunst ein Raum sein kann, in dem Gesellschaft sich selbst befragt und verändert. Anlässlich seiner Retrospektive im Kunstmuseum Gelsenkirchen wird das multimediale Schaffen von Rolf Glasmeier – von Skulptur, Fotografie und Grafik bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum – in dieser reich bebilderten Publikation mit vielen historischen Fotos in seiner gesamten Entwicklung gewürdigt und in vertiefenden Essays umfassend beleuchtet.
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| Abbildung: Snoeck |
Köllefornia informiert: Über das Buch: Ein Kunstbuch, das den perfekten Einblick in die Kunstszene der 1970er Jahre ermöglicht. Rolf Glasmeier war einer von zahlreichen deutschen Künstlern, die neue Kunstwege einschlugen. Sie machten aufmerksam auf alltägliche Situationen und Dinge, die bis dato in der Kunst kaum Beachtung fanden. Es war die Avantgarde, die Fluxuskünstler, Popartisten und Pioniere der Videokunst, die frischen Wind in alle Kunsttempel geblasen haben. Eine Zeit, in der sich die ganze Gesellschaft in einem Umbruch befand und die jungen Menschen sich dem Mief der Nachkriegszeit abwandten. Neben Rolf Glasmeier gehörten Ferdinand Kriwet, Wolf Vostell, Joseph Beuys, Günther Uecker und Timm Ulrichs dazu.
Ein wunderbares Katalogbuch, um diese Zeiten erneut Revue passieren zu lassen. Übrigens läuft noch bis zum 8. März 2026 die Ausstellung "Frieden im Kopf" im Kunstmuseum Gelsenkirchen.
Köllefornia's Internettipp:
https://snoeck.de/

