Samstag, 6. Mai 2017

Julian Schnabel in Aschaffenburg

Abbildung: Katalog / Geuer & Geuer

Julian Schnabel in der Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg. Er gilt gilt als ein Multitalent und Shootingstar der Kunstszene. 1981 war er der jüngste Künstler, der seine Kunst neben Pablo Picasso, Francis Bacon, Gerhard Richter, Georg Baselitz, Sigmar Polke und Markus Lüpertz an der Royal Academy in London ausstellte. Als einer der gefragtesten Künstler in den USA, zählt Schnabel neben Jean-Michel Basquiat und Keith Haring zu den Hauptvertretern des amerikanischen Neo-Expressionismus.

Der Ausstellungstitel „Palimpsest“ verweist auf den Vorgang des Wiederbeschreibens von zuvor gereinigten Manuskriptseiten, ein in der Antike übliches Verfahren. Julian Schnabel ist ein Visionär, der stetig – in Anlehnung an seine Gemälde – überraschende Drucktechniken und Materialien ausprobiert. Seine Radierungen, Collagen und Lithographien finden sich auf den unterschiedlichsten Trägermaterialien gedruckt: auf Samtstoff genauso wie auf Weltkarten. Er bearbeitet die Bilder mehrfach digital, zieht Ausschnitte groß auf, bemalt oder beschreibt sie wieder, verschiebt nochmal die Schichten und Schnipsel, ist am Schneidetisch gleichzeitig Maler und in gewisser Weise auch Regisseur. In Frankfurt am Main hängt im Foyer des Opernturms sein riesiges Gemälde „Ahab“.

Laufzeit der Ausstellung bis zum 11. Juni 2017