Donnerstag, 23. März 2017

Künstler Klaus Rinke: "Ich bin ein katholischer Atheist"

Klaus Rinke in der unteren Ausstellungshalle im Skulpturenpark Waldfrieden (Foto: Lydia Tress)

Vom 25. März bis zum 25. Juni zeigt der Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden, die Ausstellung "Klaus Rinke - DERZEIT - über Zeit und keine Zeit mehr zu haben". www.skulpturenpark-waldfrieden.de     Ein reich bebildeter großformatiger Katalog begleitet diese in zwei Häuser stattfindende Schau.

Der 1939 in Wattenscheid geborene Klaus Rinke studierte nach einer Plakatmalerausbildung drei Jahre an der Folkwangschule in Essen. Bereits in den 1960er Jahren wurde der sympathische Künstler durch seine Ausstellungen und Aktionen international bekannt. 30 Jahre war Rinke Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Da sich der Allroundmacher Klaus Rinke mit unterschiedlichen kreativen Prozessen beschäftigt, ist es sehr schwer, ihn künstlerisch einzuordnen. Als Universalkünstler der sich als Zeichner, Maler, Fotograf, Bildhauer, Wort-, Konzept- und Performancekünstler weltweit einen wohlklingenden Namen gemacht hat, ist er längst in die Kunstgeschichte eingegangen. Rinke, der sein Gesamtwerk als ein Selbstporträt sieht, beschäftigt sich philosophisch sowie künstlerisch mit der Zeit. Uhren waren für ihn zeit seines Lebens besonders prägend. Ebenso seine Beschäftigung mit Wasser, die sich wie ein roter Faden durch seinen Werkzyklus zieht.
 

Rinke in Aktion (Foto: Lydia Tress)

Über Leben (Zeit) und Tod sagt Rinke: "Zeitlos werd ich erst durch meinen Tod." Auf seinem Grabstein, so formuliert er es, wird zu lesen sein "Ich komme gleich wieder." Auf die Frage zu seinem Glauben antwortet er: "Ich sehe mich als katholischer Atheist. Denn alles, was ich als Kind in der Kirche erfahren konnte, werde ich wohl nie mehr los." Die obere Abbildung zeigt seine Arbeit "Donau ! Richtung gelobtes Land..." aus den Jahren 2008-2017. Auf dem Foto befüllt Klaus Rinke einen Teil der Skulptur mit Donauwasser.

Tony Cragg (links) mit Klaus Rinke (Foto: Lydia Tress)

Die Foundation Cragg mit ihrem Initiator, dem Bildhauer Tony Cragg, ist es gelungen, diesen Ausnahmekünstler für eine Ausstellung zu gewinnen. Der Skulpturenpark Waldfrieden ist eine ausnahmslose private Initiative. Cragg zeigt begleitend zu eigenen Skulpturen stets Werke international bedeutender Kollegen in Wechselausstellungen. Ebenso werden Vorträge und Konzerte organisiert.
 

Übrigens bietet der Skulpturenpark Führungen für kleine und große Mitmenschen an. Caroline Nagel und Cora Faßbender planen und organisieren sie für alle Interessenten. Näheres erfahren Sie unter folgendem Link http://skulpturenpark-waldfrieden.de/fuehrungen/fuehrungsformate.html